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Kirchenpräsident zum Advent

Advent ist Zeit gegen Abstumpfung und Selbstzufriedenheit

© Peter BongardDr. Dr. h.c. Volker Jung, Kirchenpräsident der EKHNDr. Dr. h.c. Volker Jung, Kirchenpräsident der EKHN

Kirchenpräsident Volker Jung betont die Bedeutung der Vorweihnachtszeit zur Neuorientierung von jeder und jedem. Was heißt das konkret?

Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung, hat anlässlich des ersten Advents vor menschlicher Abstumpfung und zu viel Selbstzufriedenheit gewarnt. Jung erinnerte am Sonntag (27. November) in einem Gottesdienst in der Frankfurter Katharinenkirche daran, dass die Zeit vor Weihnachten nach einer alten kirchlichen Tradition zur Selbstprüfung aufrufe. Es biete sich in diesen Wochen eine besonders gute Gelegenheit, danach zu fragen, „habe ich mich eingerichtet – in meinem Wohlstand, in meinen Gedanken und Anschauungen?“, so Jung. Die christliche Botschaft fordere immer wieder zur Überprüfung eingeschlagener Wege auf. Sie verweise Menschen aneinander, „füreinander da zu sein, Frieden und Versöhnung zu suchen sowie Verantwortung für die Schwachen und diese Welt zu übernehmen“.

 

Öffentliche kirchliche Äußerungen auf dem Prüfstand

Dies gelte auch für die evangelische Kirche und ihre Äußerungen, die von vielen oft auf den Prüfstand gestellt würden. Viele verlangten von der Kirche einerseits, „öfter klare Kante zu zeigen“. Als Beispiel nannte Jung diejenigen, die angesichts des Ukrainekrieges einen viel deutlicheren „Pazifismus in der Nachfolge von Jesus Christus“ verlangten oder deutlichere Aussagen zum Boykott der Fußball-WM sowie zum Tempolimit auf deutschen Straßen forderten. Andererseits gebe es viele, die genau das Gegenteil erwarteten. Sie werfen nach Ansicht Jungs der Kirche vor, sich dem Zeitgeist anzupassen und „allem hinterher zu laufen.“ Deshalb sei immer wieder auch eine kirchliche Selbstprüfung nötig und eine Orientierung an Jesus Christus und an dem Weg, den Jesus vorgelebt habe. Jung: „Es geht um die Ausrichtung an Christus und seinem Weg – manchmal auch suchend und fragend, aber immer mit brennendem Herzen!“ Daran erinnere die Adventszeit.

Der Predigt des Kirchenpräsidenten im Gottesdienst zum ersten Advent lag ein Abschnitt aus dem Buch der Offenbarung zugrunde. Der Seher Johannes schreibt dort von einem Brief, in dem der himmlische Christus den Glauben der Gemeinde in Laodizea kritisiert (Offenbarung 3,14–22).

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