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Synode

Synode zwischen Flucht auf die Wartburg und Menschen aus Afghanistan

EKHN/RahnKirchensynode im September 2021 an historischem Reformtionsort WormsKirchensynode im September 2021 an historischem Reformtionsort Worms

Hessen-Nassaus Synode ist am Samstag in Worms zu Gast. Im Zentrum des Treffens steht die Weiterarbeit an dem Zukunftsprozess "ekhn2030". Aber auch Aktuelles soll zur Sprache kommen. Und: Ministerpräsidentin Malu Dreyer wird in Worms erwartet.

Die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) tritt am Samstag an einem historischen Ort zu einer außergewöhnlichen Tagung zusammen. 500 Jahre nach dem Auftritt Martin Luthers vor dem Reichstag in Worms und seiner anschließenden Flucht auf die Wartburg ist das mit einem Parlament vergleichbare Kirchengremium in der Stadt am Rhein zu Gast. Unter der Leitung von Präses Ulrich Oelschläger werden etwa 80 Synodale vor Ort im Tagungszentrum „Wormser“ im Schatten des Doms zusammenkommen. 60 weitere Synodale sind per Video-Dienst Zoom zugeschaltet. Die Tagung wird online ab 9.30 Uhr auf der Internetseite der hessen-nassauischen Kirche übertragen: www.ekhn.de. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat über 1,4 Millionen Mitglieder. Ihr Gebiet reicht in etwa von Biedenkopf in Hessen bis Worms in Rheinland-Pfalz.

 

Neu aufgenommen: Thema Afghanistan – Malu Dreyer zu Gast in Worms

Aktuell auf die Tagesordnung aufgenommen werden soll nach dem Wunsch des Kirchensynodalvorstandes das Thema Afghanistan. Dabei steht eine Resolution zur Debatte, die Bund und Länder unter anderem dazu auffordert, den bereits hier lebenden Geflüchteten eine sichere Perspektive zu geben. Als Gast wird auf der Synode am Samstagnachmittag gegen 14 Uhr auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer erwartet. Sie hat angekündigt, in einem Statement ebenfalls aktuelle gesellschaftspolitische Themen aufzugreifen. In Worms soll gleichzeitig die frühere hessische Kultusministerin Karin Wolff für ihr ehrenamtliches Engagement in der evangelischen Kirche ausgezeichnet werden. Sie wird mit der Martin-Niemöller-Medaille die höchste Ehrung der EKHN erhalten. Wolff war unter anderem fast zwei Jahrzehnte Mitglied der Kirchensynode.

 

Zukunftsprozess „ekhn2030“ – Gebäude und Kooperation im Blickpunkt

Im Zentrum der Synodentagung steht die Weiterarbeit an dem Zukunftsprozess „ekhn2030“. Mit dem Projekt will die hessen-nassauische Kirche tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen und knapper werdenden Ressourcen begegnen. Dabei werden seit 2019 nahezu alle kirchlichen Arbeitsbereiche in einem umfangreichen Projekt unter die Lupe genommen. Auf dieser Synode stehen vor allem die Gebäudenutzung und neue Kooperationsmöglichkeiten der Gemeinden zur Diskussion. So stellt die Instandhaltung und Sanierung ihrer etwa 4.500 Gebäude die EKHN bereits heute vor enorme Herausforderungen. „ekhn2030“ sieht zugleich vor, dass die Kirchengemeinden noch stärker miteinander kooperieren und auch mit zivilgesellschaftlichen Partnern in der Nachbarschaft verstärkt Schulterschlüsse eingehen sollen.

 

Hintergrund zur Synode

Die Synode ist gemäß der Kirchenordnung das „maßgebende Organ“ der hessen-nassauischen Kirche. Aktuell hat sie 140 Sitze. Die gewählten Delegierten arbeiten ehrenamtlich in dem mit einem Parlament vergleichbaren Kirchengremium. Es erlässt Gesetze, besetzt durch Wahl die wichtigsten Leitungsämter und beschließt den Haushalt. Gewöhnlich tritt die Synode zwei Mal im Jahr in Frankfurt am Main zusammen. Als das maßgebende Organ geistlicher und rechtlicher Leitung trifft sie auch wichtige kirchenpolitische Entscheidungen. Ausschüsse und regionale Arbeitsgruppen bereiten sie vor. Geleitet wird die Synode vom Kirchensynodalvorstand mit einem oder einer Präses. Gemäß Kirchenordnung sollen möglichst zwei Drittel der gewählten Synodalen nichtordinierte Gemeindemitglieder sein, ein Drittel Pfarrerinnen und Pfarrer.

 

Mehr Informationen, Livestream und Unterlagen im Internet unter www.ekhn.de/Synode

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