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Haushalt für 2019 und Pfarrstellenreduzierung beschlossen

Synode des Dekanats Kronberg hat in Kronberg getagt

Nora HechlerDie Synode des Evangelischen Dekanats Kronberg hat am 23. November in Kronberg getagt.

Die Synode des Evangelischen Dekanats Kronberg hat bei ihrer Tagung am 23. November in Kronberg den Haushalt für das Jahr 2019 in Höhe von 4,4 Mio. Euro beschlossen. Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt waren die Pläne zur Pfarrstellenreduzierung, die ebenfalls diskutiert und beschlossen wurden.

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Die Synode des Evangelischen Dekanats Kronberg hat am 23. November in Kronberg getagt. Die Synode des Evangelischen Dekanats Kronberg hat am 23. November in Kronberg getagt. Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp. Die Synode des Evangelischen Dekanats Kronberg hat am 23. November in Kronberg getagt. Präses Peter Ruf. Die Synode des Evangelischen Dekanats Kronberg hat am 23. November in Kronberg getagt. Klaus E. Temmen, Bürgermeister der Stadt Kronberg

 

Vor Beginn der Tagesordnung begrüßte Peter Ruf, Präses der Synode und Vorsitzender des Dekanatssynodalvorstands (DSV), als Gäste der Synode unter anderen Klaus E. Temmen, Bürgermeister der Stadt Kronberg. Als einen wichtigen Tagesordnungspunkt beschlossen die Vertreter der Kirchengemeinden anschließend den Haushalt für das Jahr 2019 in Höhe von 4,4 Mio. Euro. Der leichte Rückgang im Vergleich zu 2018 (4,5 Mio.) begründet sich vor allem durch niedrigere Personalkosten. Lediglich 1,9 Mio. Euro des geplanten Haushaltsvolumens stammen aus Kirchensteuern im Rahmen der Gesamtzuweisungen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Der Rest des Dekanats-Haushalts wird unter anderem finanziert aus Zuschüssen, die Bund, Landkreise oder Kommunen zum Beispiel für die Jugendarbeit und die Familienbildung im Dekanat zahlen. Weiterhin speist sich der Haushalt aus Teilnehmerbeiträgen bei Freizeiten und Bildungsreisen sowie aus Spenden und Kollekten. Einen großen Anteil machen zudem Refinanzierungsmittel oder Personalkostenersatz aus. Wie bereits in den Vorjahren, endet die Haushaltsplanung mit einem negativen Ergebnis (für 2019 sind das 49.887 €), das den Rücklagen entnommen werden muss. Wesentliche Gründe hierfür sind die vielseitigen Aufgaben und Angebote des Dekanats sowie eine ungenügende Finanzierung der „Mittleren Ebene“ durch die Landeskirche. Aus diesem Grund stimmte die Dekanatssynode bei ihrer Tagung in Kronberg für mehrere Anträge an die Synode der EKHN, um die finanzielle Ausstattung der Dekanate und der Familienbildungsstätten zu verbessern.

Nach den Finanzen ging es weiter mit notwendigen Nachwahlen. Als neuer Entsandter Pfarrer in die Synode der EKHN wurde Pfarrer Dr. Jochen Kramm aus Schönberg und als sein Stellvertreter Pfarrer Johannes Kraus aus Hattersheim gewählt.  Zudem wurde Pfarrer Andreas Schmalz-Hanaappel aus Fischbach, der seit mehr als 15 Jahren Mitglied des Dekanatssynodalvorstands war, aus diesem Dienst verabschiedet. Des Weiteren wurde Pfarrerin Ina Petermann aus Oberhöchstadt als Beauftragte für die Dekanats-Frauenarbeit gewählt – sie löst Pfarrerin Ivonne Heinrich aus Diedenbergen in dieser Funktion ab.

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt waren die Pläne zur Pfarrstellenreduzierung. Laut Beschluss des Kirchenparlaments der EKHN müssen im Zeitraum von 2020 bis 2024 pro Jahr 1,4 Prozent aller Pfarrstellen in ihrem Gebiet gekürzt werden. Ein wesentlicher Grund dafür ist der fehlende Pfarrernachwuchs. Für das Dekanat Kronberg bedeutet das eine Kürzung von 4,0 Pfarrstellen. Für diese Kürzung hatte der DSV im Vorfeld einen Vorschlag erarbeitet, den er der Synode vorlegte. Gekürzt werden sollen demnach in einer ersten Runde zum 31.12.2022 in den Kirchengemeinden Bad Soden, Flörsheim, Liederbach und Sulzbach je eine halbe Pfarrstelle; in der zweiten Kürzungsrunde zum 31.12.2024 in Diedenbergen, Schönberg und Kriftel je eine halbe Pfarrstelle. In den meisten Fällen kommt die Kürzung zeitgleich zum Übergang der jetzigen Stelleninhaber in den Ruhestand.  Wie Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp erklärte, wurde die Pfarrstellenbemessung ausschließlich anhand der Gemeindegliederzahlen ermittelt. Wichtig sei dem DSV bei seinen Überlegungen gewesen, dass die klare Zuordnung von Pfarrerinnen und Pfarrern zu bestimmten Gemeinden erhalten bleibe – das gelte insbesondere auch für die kleinen Gemeinden im Dekanat. Über den EKHN Synodenbeschluss hinaus beinhaltet der Vorschlag des DSV die Kürzung einer halben Pfarrstelle für Altenheim, Krankenhaus- und Hospizseelsorge-Stelle zum 31.12.2022, wodurch eine halbe Pfarrstelle entsteht, die als „Springerstelle“ für Vertretungen zur Verfügung stehen wird. Kirchengemeinden mit zukünftig nur einer halben Pfarrstellen sollen dazu ermutigt werden, Kooperationen mit anderen Gemeinden einzugehen.

Mehrere, von den Kürzungen betroffene Kirchengemeinden, hatten im Vorfeld Anträge zur Vertagung der Pfarrstellenreduzierung eingereicht. Nach längerer, reger Diskussion vor allem unter Beteiligung der von den Kürzungen betroffenen Kirchengemeinden, wurde die oben genannte Kürzung der Pfarrstellen mit einer Mehrheit von 45 der 56 anwesenden Synodalen beschlossen – allerdings mit einem ergänzenden Antrag an die EKHN, die durch die Kürzung der Pfarrstellen eingesparten Mittel den betroffenen Kirchengemeinden zur Verfügung zu stellen, damit diese die entstehenden Lücken beispielsweise durch den Einsatz von Gemeindepädagogen auffüllen können. Wichtig sei, so der Konsens der Diskussion, dass die Kirchengemeinden trotz steigender Verwaltungsaufgaben und reduzierter Pfarrstellen weiter handlungsfähig blieben und ihre Kernaufgabe, Glauben zu leben und weiterzutragen, weiterhin erfüllen könnten.

Die Synode des Dekanats Kronberg tagt zweimal im Jahr an wechselnden Orten – das nächste Mal tagt sie am 8. März 2019 in Lorsbach.

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