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Neue Aufgabe in der Notfallseelsorge

Pfarrerin Christine Zahradnik verlässt Okriftel

Nora HechlerPfarrerin Christine Zahradnik verlässt die Matthäusgemeinde in Okriftel. Sie wird zum 1. Juli 2019 zwei halbe Pfarrstellen in der Notfallseelsorge übernehmen.Pfarrerin Christine Zahradnik

Pfarrerin Christine Zahradnik verlässt die Matthäusgemeinde in Okriftel. Sie wird zum 1. Juli 2019 zwei halbe Pfarrstellen in der Notfallseelsorge übernehmen. Offiziell verabschiedet aus dem Dienst in der Kirchengemeinde wird sie im Rahmen eines Gottesdienstes am 16. Juni um 17 Uhr in der Matthäuskirche durch Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp.

Die 54-Jährige war mehr als 13 Jahre Gemeindepfarrerin in Hattersheim Stadtteil Okriftel, zuvor war sie sechs Jahre in der Versöhnungsgemeinde im Frankfurter Gallusviertel tätig. Ein Projekt, das ihr während ihrer Zeit in der Matthäusgemeinde immer sehr am Herzen lag und in das sie viel Energie gesteckt hat, ist das Jugendtheater. „Angefangen hat es mit den Krippenspielen der Kindergottesdienstkinder. Als die Kinder bzw. Jugendlichen langsam zu alt für den Kindergottesdienst wurden, traten sie mit anspruchsvolleren Theaterszenen bei Christvesper und Passionsspielen auf. Bis der Wunsch nach einem richtigen, großen Theaterstück aufkam und wir zuerst die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens und zwei Jahre später ein Sherlock Holmes-Theaterstück aufgeführt haben“, erzählt Christine Zahradnik. Jeweils ein Jahr lang trafen sich die rund zwanzig Jugendlichen im Alter zwischen 14 bis 17 Jahren zu den Theaterproben, ein sehr großes Helferteam vor und hinter den Kulissen sorgte unter der Leitung von Christine Zahradnik für sehr professionelle Bühnenbilder, Kostüme, Maske, Beleuchtung und Tontechnik. Die Belohnung waren jeweils zwei restlos ausverkaufte Vorstellungen im Hattersheimer Haus der Vereine. „Eine bessere Öffentlichkeitsarbeit für die Gemeinde habe ich selten hingekriegt“, erklärt Christine Zahradnik, „zufällig sind wir damals alle gleichzeitig in die Kirchengemeinde gekommen: interessierte Eltern und Kindern und ich als Pfarrerin.“ Sie erzählt, wie das  Theaterprojekt die Gemeinde belebt hat: „Aus den 30 Kindergottesdienstkindern haben sich 20 im Theaterprojekt engagiert und 15 sind auch Konfi-Teamer geworden. In vielen Jahren gab es sogar mehr Teamer als Konfirmandinnen und Konfirmanden. Und vier Jugendliche aus Konfi-Arbeit und Jugendtheater haben als Jugenddelegierte bzw. Kirchenvorstehende Aufgaben im Kirchenvorstand, einer als Synodenmitglied übernommen. Auch von den Eltern der Jugendlichen sind vier inzwischen im Kirchenvorstand und auch die anderen helfen oft in der Gemeinde mit. Wir waren immer offen für Leute, die neu dazu gekommen sind“.

Ein weiteres besonderes Projekt neben der „normalen“ Gemeindearbeit war für Christine Zahradnik das vom Kirchenvorstand konzeptionierte Bibel-Dinner, das zweimal im Jahr stattfindet. „Wir wollten ein Angebot zum Nachdenken über biblische Texte, das mehr als drei Kirchenvorsteher anspricht. Da Essen und Trinken auch in Okriftel immer zieht, wurde daraus das Format mit 4-Gänge-Menü. Jeweils eine Tischgruppe bildet eine biblische Person und wie bei einem Krimi-Dinner begleitet die Geschichte den Abend. Unser Ziel ist es, die Bibelstellen spielerisch mit Elementen aus Rollenspielen und Bibliodrama zu gestalten und den Menschen so ganz anders näher zu bringen“, so Christine Zahradnik, „das kommt gut an. Rund 30 Leute kommen zu jedem Bibel-Dinner. Die meisten davon würden zu einem normalen Bibelabend nicht kommen.“ Wie auch schon beim Jugendtheaterprojekt, hat sie auch hierfür die Rollen und Texte selbst geschrieben.

Die Entscheidung, aus Okriftel und generell aus dem Gemeindepfarrdienst wegzugehen, ist ihr nicht leicht gefallen. „Gemeindepfarrerin war immer mein Traumberuf, aber nach meiner krankheitsbedingten Auszeit musste ich leider feststellen, dass die Arbeit in der Gemeinde nicht mehr das Richtige für mich ist. Seit Ende der 90er Jahre habe ich mit Unterbrechung immer in der Notfallseelsorge mitgearbeitet und auch eine entsprechende Ausbildung gemacht. Als jetzt die Stellen in der Notfallseelsorge frei wurden, war das wie ein Zeichen für mich. Ich finde, dass Kirche einen wichtigen Platz in der Notfallseelsorge einnimmt, um für Menschen in Notsituationen da zu sein und ich freue mich auf diese neue Herausforderung.“ Die gebürtige Rüsselsheimerin wird ab 1. Juli in der Nachfolge von Pfarrer Michael Scherer-Faller die Leitung der Notfallseelsorge in den Dekanaten Kronberg und Groß-Gerau-Rüsselsheim übernehmen. Mit einer zusätzlichen halben Pfarrstelle wird sie die Leitung der Notfallseelsorge im Dekanat Wetterau inne haben. Gemeinsam mit ihrer Frau wird sie nach Niddatal-Assenheim in der Wetterau ziehen.

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