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Pfarrer Peter Gergel in den Ruhestand verabschiedet

Nora HechlerDekan Dr. Martin Fedler-Raupp, Pfarrer Peter Gergel und Propst Oliver Albrecht bei der Verabschiedung von Peter Gergel in den Ruhestand am 18. Februar 2018.v.l.n.r.: Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp, Pfarrer Peter Gergel, Propst Oliver Albrecht

Pfarrer Peter Gergel wurde am 18. Februar von Oliver Albrecht, Propst für Rhein-Main, in den Ruhestand verabschiedet. Der 64-jährige war neun Jahre mit je einer halben Stelle in der Evangelischen Kirchengemeinde Schneidhain und der Krankenhausseelsorge in den Main-Taunus-Kliniken in Hofheim tätig.

Als Vertreter der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau würdigte Propst Oliver Albrecht seinen beruflichen Werdegang, der ihn aus der Siebenbürger Volkskirche kommend zunächst nach Bensheim und dann in die Karibik führte, wo er für die Christoffel Blindenmission tätig war. Danach übernahm er nach dem Motto „aus dem Regenwald in den Odenwald“ für 15 Jahre eine Pfarrstelle in Groß-Bieberau, bevor es ihn in den Taunus zog.

Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp dankte ihm für seinen Dienst im Dekanat Kronberg und betonte seine offene, humorvolle und den Menschen zugewandte Art, die ihn zu einem geschätzten Gesprächspartner und Begleiter für seine Gemeindeglieder und die Menschen in den Kliniken gemacht hat.

In seiner Abschiedspredigt wies Pfarrer Gergel auf die wesentliche Botschaft Jesu hin. Wie er unter seinen Zeitgenossen gewirkt habe, sei die Einladung eines Lebens miteinander aus der Botschaft der Liebe – und zwar uneingeschränkte und bedingungslose Liebe auch und besonders für die Ausgestoßenen. Die Schönheit des Lebenskonzeptes mit Gott, der sich durch die Taten der Liebe, der Barmherzigkeit und der Vergebung tagtäglich zeige, solle immer wieder aufs Neue verkündigt werden. Allerdings, so Gergel, stamme die Glaubenslehre und -praxis aus einer vorwissenschaftlichen Zeit und sei nicht mehr anschlussfähig an die heutige Lebenswirklichkeit. Daher berühre beides die Menschen nicht mehr. Eine reformierte Kirche müsste sich immer wieder erneuern und daher gelte es, auch die Verkündigung der Botschaft Jesu zu erneuern. Alle Elemente des Gottesdienstes, so Gergel, stünden auf dem Prüfstand. Von der Gotteswirklichkeit, die uns berührt, müsse in einer Sprache unserer Zeit gesprochen werden.

Wolfgang Preiß, Vorsitzender des Kirchenvorstands, hob in seinem Dank noch einmal besondere Projekte hervor, die Pfarrer Gergel für die Schneidhainer Gemeinde umgesetzt hat. Er sei ein guter, eingängiger und theologisch anspruchsvoller Prediger, der seine Erfahrungen aus Siebenbürgen, der Karibik und auch aus der Klinikseelsorge in die Gemeindearbeit eingebracht und sich sehr für die Ökumene eingesetzt habe. Preiß habe ihn als selbstbewusst zupackend, aber auch als zweifelnd und nachdenklich erlebt. Als humorvollen, offenen und allen Menschen zugewandter Pfarrer, dem es ein Anliegen war, für ein Lebenskonzept mit Gott zu werben.

„Ich schließe dankbar diese Tür nach 40 Dienstjahren.“, so Gergel bei seiner Verabschiedung“, „dankbar für die vielen Begegnungen, die vielen Abwechslungen, die ich erleben durfte. Gleichzeitig öffne ich die Tür für einen neuen Lebensabschnitt, auf den ich sehr gespannt bin.“ Vorgenommen habe er sich nichts, außer erst einmal anzukommen und viel Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Da er bereits 120 Länder dieser Welt bereist habe, werde er jetzt auch keine Weltreise machen.

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