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Begleitung der Menschen in allen Lebenssituationen ist sein Hauptanliegen

Pfarrer Daniel Lenski verlässt Falkenstein

© zeitzeichenPfarrer Daniel LenskiPfarrer Daniel Lenski

Nach knapp drei Jahren verlässt Pfarrer Daniel Lenski die Martin-Luther-Gemeinde in Falkenstein und zieht mit seiner Familie nach Berlin.

„Wir bekommen im September noch einmal Nachwuchs und ich werde Elternzeit nehmen. Meine Frau hat sich drei Jahre um unser erstes Kind gekümmert und ich werde das jetzt bei unserem zweiten tun. Das haben wir miteinander vereinbart“, erklärt Lenski. Da sich der Arbeitgeber seiner Frau in Berlin befindet, zieht es die Familie dort hin. Es seien drei wunderbare, aber auch sehr intensive Jahre für ihn in der Taunus-Gemeinde gewesen, resümiert er.

Auch wenn etwa die Hälfte seiner Zeit als Pfarrer dort von der Corona-Pandemie geprägt war, sieht er immer das Positive, denn für ihn stecke in jeder Krise auch eine Chance. „Die Pandemie hat unser aller Leben auf den Kopf gestellt und natürlich auch meine pastoralen Aufgaben verändert. Da ging es um die Frage, wie wir mit Gottesdiensten, der KiTa oder der Konfirmandenarbeit umgehen. Aber es entstand auch ein enormes Potential an Neuerungen“, erzählt Lenski.  Neben Video-Gottesdiensten gab es etwa ein interaktives Zoom-Krippenspiel und er verschickte Predigten per E-Mail und Post an Menschen, die nicht in die Kirche kommen konnten. Dadurch seien ganz andere Beziehungen über die Gemeindegrenzen hinaus gewachsen.

„Aber es konnten neue Projekte wie die ökumenischen Familiengottesdienste, die vor der Pandemie gut angelaufen waren, leider nicht fort geführt werden“, ergänzt er. „Wir haben auch kreative Ideen für den Kreis älterer Gemeindeglieder entwickelt, um mit ihnen im Kontakt zu bleiben. Unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden haben ihnen zum Beispiel Karten geschrieben und Blumen gebracht.“ Auch für die Jugendlichen selbst hat er neue Wege gefunden, um sie weiter mit einzubinden. „Wir haben viel draußen gemacht, wenn das möglich war: eine Falkenstein-Rallye oder ein Besuch des jüdischen Friedhofs. Die Konfirmanden waren aktiv an vielen Gottesdiensten beteiligt, und der Konfi-Unterricht über Zoom war für sie besonders im ersten Lockdown ohne Homeschooling eine wichtige wöchentliche Konstante.“

Viele neue Projekte in der Gemeinde konnte er trotz Pandemie initiieren wie etwa Jugend- und Familiengottesdienste oder die Falkensteiner Kanzel. Die ökumenische Zusammenarbeit sei weiter gewachsen und der Falkensteiner Dialog ging inhaltlich in die Tiefe. Zudem habe er ein Team für den Besuchsdienst gegründet.

Die Kirchengemeinde bleibe ihm auf jeden Fall als sehr bunte Gemeinde mit ganz unterschiedlichen Gruppen und Aktivitäten in Erinnerung. „Hier gibt es Menschen mit einem hohen kulturellen Anspruch auf der einen Seite und viele zugezogene junge Familien und eine aktive Jugendarbeit auf der anderen Seite. Das macht mir Mut für die Zukunft der Gemeinde“, so Lenski. Menschen so vieler Generationen dort von der Geburt bis zur Aussegnung begleiten und in dieser kleinen Gemeinde eine so große Bandbreite von den Kasualien über die wöchentlichen Bibelstunde in der KiTa bis hin zu Vorträgen oder Schulunterricht erleben zu dürfen war, für ihn etwas Besonderes. „Das entspricht meinem pastoralen Anspruch sehr. Den Menschen auf diese Weise nah zu sein, habe ich sehr genossen“, erklärt er.

Offiziell verabschiedet wird er durch Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp im Rahmen eines Gottesdienstes am 11. Juli. Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen ist dabei nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern erlaubt. Aber Daniel Lenski plant am 30. Juni und am 9. Juli Spaziergänge durch den Ort, um sich von so vielen Gemeindeglieder wie möglich zu verabschieden. Über seine Nachfolge wird noch entschieden – derzeit ist die Pfarrstelle ausgeschrieben.

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