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Neue Aufgabe zieht ihn in den Rheingau

Pfarrer Breidenstein verlässt Falkenstein

Nora HechlerPfarrer Lothar Breidenstein verlässt die Martin-Luther-Gemeinde in FalkensteinPfarrer Lothar Breidenstein im Garten seines Pfarrrhauses in Falkenstein, das er sehr vermissen wird, da man hier mitten im Grünen ist, aber "runter auf die Welt" bis zur Frankfurter Skyline schauen kann.

Pfarrer Lothar Breidenstein verlässt die Martin-Luther-Gemeinde in Falkenstein. Er wird nach den Sommerferien eine neue Pfarrstelle in der Evangelischen Kirchengemeinde Triangelis in Eltville-Erbach-Kiedrich übernehmen. Offiziell verabschiedet wurde er im Rahmen eines Gottesdienstes am 17. Juni in der Martin-Luther Kirche durch Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp.

Der 51-Jährige war 15 Jahre Gemeindepfarrer in Falkenstein. Im Evangelischen Dekanat Kronberg war er insgesamt 18 Jahre tätig – zunächst als Pfarrvikar in der Immanuel-Gemeinde in Königstein. Neben der Gemeindearbeit war er acht Jahre Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

„Wenn ich auf die 15 Jahre zurückblicke, habe ich das Gefühl, dass es immer eine Zeit des Wachstums war. Die Gemeinde wurde immer mit neuen Projekten belebt. Zum Beispiel ist es uns gelungen, einen Kindergottesdienst einzuführen, zu dem jeden Sonntag zehn bis fünfzehn Kinder kommen und bei dessen Vorbereitung sich bei uns sogar junge Väter engagieren – eine Gruppe, die man mit kirchlichen Angeboten sonst nur schwer erreicht und die auf diese Weise an der religiösen Erziehung der Kinder mitwirken“, erzählt Breidenstein.

Außerdem habe die Gemeinde die Kirchenmusik mit sehr guten Organisten und der Gründung des Kammerchors vor zehn Jahren auf einem hohen Niveau etablieren können, sodass sie in der Region inzwischen einen sehr guten Ruf genieße und für außergewöhnliche Konzerte bekannt sei. „Und nicht zu vergessen unsere vielen Aktivitäten und Veranstaltungen im Lutherjahr, in dessen Zentrum das Skulpturenprojekt stand. Aus den Vorträgen und Werkstattgesprächen mit dem Künstler wurde der »Falkensteiner Dialog« als Kulturprogramm weiterentwickelt“, ergänzt der Pfarrer.

Die Kirchengemeinde in Falkenstein habe nicht nur ein starkes Selbstbewusstsein, sondern auch ein starkes Bewusstsein dafür, dass Kirche Nähe vor Ort braucht, um lebendig zu bleiben. Und der Kirchenvorstand sei immer bereit gewesen, sich dafür zu engagieren. „Die Leute haben die Kirche neu erlebt und erkannt, dass die Gemeinde nicht nur eine Filiale der Landeskirche ist, sondern dass Menschen eine wichtige Rolle spielen und Verantwortung für die Lebendigkeit der Gemeinde vor Ort haben“, erklärt Breidenstein die Besonderheit der Kirchengemeinde. Deshalb habe die Gemeinde sich auch entschlossen, über einen Förderverein die Hälfte der Pfarrstelle selbst zu finanzieren. Eine große Qualität der Gemeinde sei laut Breidenstein außerdem die Offenheit gegenüber neu Zugezogenen. Davon gebe es in Falkenstein viele und vor allem Familien mit Kindern, die über KiTa, Schule und die Gemeindeangebote sehr schnell Anschluss an die Kirchengemeinde fänden. Da die Gemeinde relativ klein ist, habe er zudem den Vorteil, dass er die Gemeindeglieder gut kenne. „Aber der Pfarrer ist nur der Katalysator“, betont er, „entscheidend sind die Menschen, die sich hier engagieren und die Kirche zu ihrer Sache gemacht haben. Es besteht eine Nähe untereinander, die viele anzieht und ermutigt, hier auch mitzumachen. Wenn ich hier weggehe, weiß ich also, dass es viele gibt, die sich um die Gemeinde kümmern werden.“

Die Entscheidung zum Wechsel in den Rheingau traf er, da er gerne noch einmal in einer neuen Wirkungsstätte etwas bewegen möchte. „Man muss auch mal loslassen können, die Kirchengemeinde gehört einem ja nicht und kann nun hoffentlich bald mit den neuen Impulsen eines neuen Pfarrers weiterwachsen“, so Breidenstein. „Auch wenn der Abschied nicht leicht fällt, freue ich mich auf die neue Aufgabe in der Triangelis Gemeinde, die ein ähnliches Selbstverständnis wie die Falkensteiner hat und wo ich hoffentlich Dinge aus meiner Tätigkeit hier einbringen kann.“ Natürlich freue er sich auch auf die neue Landschaft mit Wasser und Weinbergen und auf den entspannten, herzlichen Menschenschlag im Rheingau.

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