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Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933

Kinodokumentarfilm „Wir sind Juden aus Breslau"

© Karin Kaper Film GbRWir sind Juden aus Breslau. Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933. Kinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies. Sondervorführung in Hofheim im Movies Kino 17. November 2018.Eine jüdische Schulklasse 1938 in Breslau

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „80 Jahre Novemberpogrome“ gibt es eine Sondervorführung des Kinodokumentarfilm „Wir sind Juden aus Breslau" von Karin Kaper und Dirk Szuszies am 17. November um 18 Uhr im Movies Kino, Chinonplatz 6, in Hofheim.

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische  und antisemitische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

Der Kinodokumentarfilm wird in Zusammanarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Main-Taunus-Kreis e.V. gezeigt. Er wurde bereits mit dem Deutsch-Polnischen Kulturpreis Schlesien 2017 sowie der Ehrenmedaille der Europäischen Kulturhauptstadt Wroclaw ausgezeichnet.

Weitere Informationen sowie den Trailer zum Film finden Sie unter www.judenausbreslaufilm.de.

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