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Hessenwahl

Hessen, wählt!

Esther StoschLandtagswahlen 2018 in HessenLandtagswahlen 2018 in Hessen

Die Evangelische Kirche ermutigt alle Wahlberechtigte, den politischen Weg im Bundesland Hessen aktiv mitzugestalten und am 28. Oktober 2018 wählen zu gehen. Vielfalt belebe die Demokratie, aber rechtspopulistischen Parteien lehnen viele kirchliche Repräsentanten strikt ab.

DAWUMGrafikGrafik von DAWUM unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0, gefunden auf: https://dawum.de/Hessen/

Kirchenpräsident Volker Jung betont, dass demokratische Wahlen ein hohes Gut sind: „Wer Demokratie leben will, muss wählen gehen.“ Gleichzeitig betont Jung, dass rechtspopulistische Parteien wie z.B. die AfD nicht mit dem christlichen Menschenbild vereinbar seien.

Im Vorfeld der Hessenwahl haben auch viele Dekanatssynoden zum Thema Rechtspopulismus Stellung bezogen. In zum Teil gemeinsamen Erklärungen haben die Evangelische und Katholische Kirche "Hass und Hetze" eine Absage erteilt.

Auch die Diakonie Hessen hat sich mit dem Wahlprogramm der AfD auseinandergesetzt. Das Parteiprogramm verbreite eine Mischung von Angst, Verunsicherung, Wut und Ablehnung von Fremden. Dies könne nicht mit den Werten einhergehen, denen sich die Diakonie verpflichtet fühle.

 

Soll sich Kirche überhaupt in die Politik einmischen?

Dieser Frage geht Gemeindepfarrer Christian Krüger nach und kommt zum Entschluss: Es gehört durchaus zum Auftrag der Christen, sich „für Recht und Gerechtigkeit im Land, in der Stadt, im Dorf“ einzusetzen.

Kritiker werfen der Kirche vor, sich allzusehr ins politische Geschäft einzumischen. Oder gar im politischen Mainstream mitzuschwimmen, wie beispielsweise in der Flüchtlingspolitik. Kirchenpräsident Volker Jung argumentiert, Glauben und Handeln könne man nicht voneinander trennen. Dazu gehöre es auch, das Leben in einer Gesellschaft mitzugestalten.

 

Entscheidungshelfer

Zwei von fünf Hessen wissen noch nicht, welche Parteien sie am 28. Oktober wählen sollen. Hilfen bieten der Wahl-o-mat oder der Wahlswiper. Manche Fragen, die diese Internetrechner stellen, können Christen und engagierte Kirchenmitglieder aufhorchen lassen. Will doch eine Partei den konfessionellen Religionsunterricht abschaffen.

Viele Parteien, die jetzt zum Hessischen Wahlkampf antreten, bekennen sich zum Schutz des Sonntags. Sowohl CDU und SPD, als auch die Grünen und Linke, ebenso wie die FDP und die AfD wollen die Öffnungszeiten der Geschäfte an Sonn- und Feiertagen nicht lockern. Auch sagen diese Parteien, dass sie dem spürbar stärker werdenden Druck der Wirtschaft in dieser Frage standhalten wollen.

Das Frankfurter Römerbergbündnis setzt durch Plakate mit der Aufschrift „Hessen wählt buntgemustert statt kleinkariert“ ein Zeichen gegen Rechtsextremismus. Kurz vor der hessischen Landtagswahl hängen die Plakate und Banner an vielen Frankfurter Brücken. Wie denken die Frankfurter eigentlich über die bevorstehende Wahl? Finden Sie es heraus, in unserem Video auf evTV.

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