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Gruß zu Ostern

Die Hoffnung feiern

EKHN/Neetz

In diesem Jahr ist Ostern ziemlich spät im Jahr. Überall treiben längst die Bäume aus und die Blüten zeigen sich in ihrer schönsten Pracht. Da wird umso deutlicher: So wie der Frühling in der Natur neues Leben bringt, so trägt Ostern die Hoffnung auf ein neues Leben in sich. An Ostern feiern Christinnen und Christen in der gesamten Welt, dass Gott aus dem vergangenen alten Leben neues Leben hervorbringen kann.

von Dr. Dr. h.c. Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)

In der Bibel erzählt der Evangelist Johannes in einer einzigartigen Weise davon. Er beginnt damit, dass Gott Mensch wird – in seinem Sohn Jesus Christus. Er lebt als Mensch unter Menschen, er stirbt grausam am Kreuz und wird dann vom Tod auferweckt. Am Ende steht nicht der Tod, sondern ein Neuanfang voller Hoffnung auf Leben. Das ist auch der Grund des christlichen Glaubens.

Wie Tod und Leben zusammenhängen, beschreibt auch Jesus selbst mit dem Bild des Weizenkorns. Das Weizenkorn liegt tot in der Erde und geht dann neu auf. Es wächst auf, verwandelt sich in Ähren, um so in vielfaches neues Leben überzugehen. „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“, heißt es in Kapitel 12 des Johannesevangeliums. Jesus sagt damit, was uns Gott mit seinem Tod und seiner Auferstehung zeigt: Gott erweckt den toten Jesus zu neuem Leben. Es ist anders als vorher, aber es ist Leben. Und es ist ein Leben, das viel Frucht bringt.

Die wichtigste Frucht ist die Hoffnung für alle Menschen – die Hoffnung, dass Gottes Schöpferkraft stärker ist als der Tod. Ostern ist das Fest dieser Hoffnung auf Leben – hier und jenseits des Todes. Und diese Hoffnung des Glaubens gibt Kraft, und zwar nicht erst am Ende des Lebens. Das haben Menschen immer wieder erfahren – bis auf den heutigen Tag.

Nötig haben diese Kraft alle. Wohl jedem kommt dabei etwas in den Sinn, was gerade „abgestorben“ ist. Hier und da ist auch Neues gewachsen. Und ganz gewiss ist die Sehnsucht danach da, dass Gutes wächst, auch da, wo es im Moment nicht erkennbar ist. Menschen brauchen hoffnungsvolle Perspektiven für sich und für diese Welt.

Dazu gehört auch die Zukunft der nächsten Generation – Hoffnung auf Leben für Kinder und Enkelkinder. Die schwedische Schülerin Greta Thunberg hat mit ihrem Einsatz für die Umwelt daraus ein großes politisches Thema gemacht. Tausende Schülerinnen und Schüler auf der ganzen Welt demonstrieren inzwischen jeden Freitag für mehr Klimaschutz. Sie kämpfen für eine Umwelt, die auch ihnen ein gutes Leben ermöglichen soll. Das ist gut so. Wer sich an der Hoffnung orientiert, kämpft für das Leben.

Ostern ist das Fest des Lebens – des Lebens, das stärker ist als der Tod. Dieses Leben kommt nicht aus uns selbst. Es kommt von Gott, dem Schöpfer des Lebens. Die Auferstehung seines Sohnes ist seine Botschaft an uns: Ihr müsst den Tod nicht fürchten. Deshalb lasst euch nicht niederdrücken von allem, was Tod bringt. Sucht das Leben, das Leben für euch und für diese Welt! Freut euch daran, wie in der Natur um euch herum, alles zu neuem Leben erwacht. Und freut euch an der alten Osterbotschaft: Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!

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