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„Das Wesentliche sind die Gemeinschaft und der Dialog miteinander“

Dekanatsjugendreferentin Elke Deul verlässt das Dekanat Kronberg

Nora HechlerNach 16 Jahren verlässt Dekanatsjugendreferentin Elke Deul das Dekanat Kronberg. Offiziell aus ihrem Dienst verabschiedet wird sie am 14. Dezember.Elke Deul

Nach 16 Jahren verlässt Dekanatsjugendreferentin Elke Deul das Dekanat Kronberg. Offiziell aus ihrem Dienst verabschiedet wird sie am 14. Dezember.

Während ihrer Zeit in der Dekanatsjugend hat sie den Bereich der Konfirmandenarbeit ausgebaut. Dazu gehört die Begleitung von einzelnen Konfirmandengruppen vor Ort in den Kirchengemeinden, der jährliche Konfi-Tag mit jeweils rund 300 teilnehmenden Konfirmandinnen und Konfirmanden aus den Kirchengemeinden des Dekanats sowie die sehr umfassende Teamer-Ausbildung. Weiter entwickelt hat sich in dieser Zeit auch das sehr umfangreiche Freizeitenangebot für Kinder- und Jugendliche, das weit über die Grenzen des Dekanats angenommen wird und immer sehr schnell ausgebucht ist. Jedes Jahr enthält es im Schnitt 15 Freizeiten – dazu kommen noch Seminarangebote für Teamer.

Dass dieses große Angebot an Freizeiten und Seminaren so funktionieren kann, führt Elke Deul auf die vielen begeisterten Teamer zurück: „Das liegt zum Großteil an den Teamerinnen und Teamern selbst, die das so intensiv befördern. Und die Altersmischung aus erfahrenen und unerfahrenen Teamern zwischen 16 und 50 Jahren, die zusammen kommt, greift ineinander und macht vielen Mut, dabei zu bleiben“. Alleine die Freizeiten wurden im vergangenen Jahr von mehr als 80 Teamerinnen und Teamern begleitet. „Ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre das umfangreiche Angebot der Dekanatsjugend nicht zu bewerkstelligen“, erklärt die 57-jährige. Fast alle kommen aus dem Dekanatsgebiet, doch viele von ihnen befinden sich in der Ausbildung, studieren oder sind bereits berufstätig und wohnen daher an anderen Orten. „Mich begeistert, dass gerade für die älteren Teamer unsere Jugendarbeit ein Stück zu Hause und Gemeinde ist. Sie wechseln aus beruflichen und biografischen Gründen ihre Bezugsorte. Aber als religiösen Standort empfinden sie die Dekanatsjugend“, so Elke Deul.

Die Erfahrungen mit den Teamern sind auch das, was sie als Schätze mitnehmen wird. Die vielen Begegnungen und Erinnerungen an Erlebnisse während der Freizeiten mit allen Höhen und Tiefen. Die Gemeinschaft und der Dialog miteinander – diese beiden Dinge sind für sie das Wesentliche: „Meine Grundhaltung ist, dass wir uns in einer »Ich-Du-Beziehung« begegnen und jeder und jede – egal wie alt, seine und ihre Einsichten in den Prozess einbringen kann. Ich versuche zwar, alles was ich mache, zu planen. Aber wenn sich in einer Gruppensituation etwas Neues ergibt, muss immer Platz sein, das zu berücksichtigen. Und generell lerne ich von den Kindern und Jugendlichen mindestens genauso viel, wie sie von mir lernen“. Auf die Frage nach besonderen Schlüsselmomenten gäbe es für sie viele Antworten, weil sie so viele Erlebnisse nennen könnte. „Es sind oft ganz banale Dinge, die mich wirklich beflügeln. Begegnungen oder Gespräche zum Beispiel. Wenn es gelingt, den Punkt zu finden, wo ein Gespräch möglich ist – auch in schwierigen Situationen. Wo sich ein Schalter umgelegt hat und eine Begegnung auf Augenhöhe möglich ist. Das finde ich total faszinierend. Und es bewegt mich zutiefst, wie oft es möglich ist, im Alltag mit Kindern und Jugendlichen über eine religiöse Erfahrung ins Gespräch zu kommen.“ Was Elke Deul im Dekanat auch immer sehr wichtig war, ist die internationale Begegnung mit rumänischen Jugendlichen. Dass es auf den Freizeiten nicht nur um den Spaßfaktor geht, sondern sich die Teilnehmenden und Teamer auch schweren Fragen stellen. Wie etwa beim Auschwitz-Besuch während einer Begegnungsreise.

„Meine Kraftquelle ist die Aussage Jesu »Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes«. Jesus stellt sie in den Mittelpunkt und das ist auch meine Aufgabe“, erklärt sie. Ab Februar 2019 wird sie in der Medienzentrale der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau im Bereich der Religionspädagogischen Konzeption für die Arbeit mit Filmen tätig sein. Bei dieser stärker konzeptionellen Tätigkeit werde ihr dort natürlich der direkte Kontakt mit den Kindern und Jugendlichen, das Unmittelbare und Unverstellte, fehlen. Das werde sie dann eher in anderen Zusammenhängen finden.

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