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Vom Kreuz getragen

Das evangelische Gemeindezentrum in Mammolshain feiert 50. Geburtstag

Ev. Kirchengemeinde NeuenhainDie evangelische Kirche in MammolshainDie evangelische Kirche in Mammolshain

Mit Freude und Stolz gehen die evangelischen Gemeindeglieder in Mammolshain auf das Jubiläum ihrer Kirche am 9. und 10. Juni 2018 zu. Selbstbewusst wird nach Schätzen Ausschau gehalten, die sich in der Jubiläumsausstellung und im Erzählcafé am Samstag ab 15.00 Uhr präsentieren lassen.

„Diese Kirche steht für eine besondere Nähe zu den Menschen, die nun schon Generationen von Pfarrerinnen und Pfarrern mit ihren Gemeindegliedern erleben durften. Hier kommt es vor, dass Menschen in der Predigt mal was nachfragen,“ sagt Pfarrer Jan Spangenberg. Und Pfarrer Jan Frey, der ebenfalls seit Dezember 2008 die Menschen hier betreut, ergänzt: „Wenn der „Josef“ beim Krippenspiel mal aufs Klo muss, dann wird eben kurz unterbrochen.“ Die Menschen sind nahe beieinander, nahe auch an der Orgel, die erst kürzlich saniert werden konnte. Ein offenes Singen mit der ehemaligen Chorleiterin Christine Geitl darf daher im Jubiläumsprogramm nicht fehlen.

Gleichzeitig spiegelt sich in diesem Jubiläum aber auch die aktuelle Situation der Gemeinde. „Kirchliches Leben hat sich verändert und die Aufbaugeneration ist in die Jahre gekommen. Vieles müssen wir buchstäblich mühsam die Stufen heraufschaffen“, sagt Pfarrer Spangenberg. Derzeit zählt der Gemeindeteil Mammolshain 461 evangelische Mitglieder. Im Festgottesdienst am Sonntag, 10. Juni 2018 um 10.00 Uhr, wird Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp predigen. Und die Gemeinde wird sich dessen versichern, was schon Pfarrer Ackermann den Evangelischen in Mammolshain in ihr Stammbuch schrieb: „An den Talhang gelehnt - auf das starke Kreuz gestützt - vom Kreuz getragen - im Kreuz verankert - aus dem Kreuz erwachsen, grüßt das evangelische Kirchlein die Mammolshainer Menschen am Berghang und im Tal und gewährt ihnen einen Raum, in dem sie einkehren dürfen, um Lasten dazulassen, Nöte loszuwerden, Leid bescheinen zu lassen, Schuld in die Vergebung fallen zu lassen, Ängste abzugeben und Hoffnung und Zuversicht aus einem nicht enden wollenden Born zu schöpfen.“

Das Programm am Festwochenende:

Samstag, 9. Juni

15 Uhr Eröffnung Jubiläumsausstellung

16 Uhr Festprogramm: Gemeindegeschichte(n) und Kaffeetrinken, Kinder- und Jugendprogramm, Offenes Singen

19 Uhr Abendessen

Sonntag, 10. Juni

9.30 Uhr Posaunenchor, musikalischer Auftakt

10 Uhr Festgottesdienst mit anschließendem Empfang. Predigt: Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschichtliches

 

Mit dem Bau des Gemeindezentrums und seiner Einweihung am 3. November 1968 begann ein neuer Abschnitt evangelischen Lebens in Mammolshain. Seit 1828 gehörten die evangelischen Mammolshainer zu Neuenhain, blieben aber weitgehend nach Kronberg orientiert. Erst durch die Eröffnung der Kinderheilstätte im Jahre 1927 stieg die Zahl der Evangelischen, sodass Pfarrer Otto Raven dort vierzehntägig evangelische Gottesdienste einführte sowie Konfirmandenstunden und Weihnachtsfeiern hielt. Nach dem Krieg fand 1946 im Schulsaal wieder ein evangelischer Gottesdienst in Mammolshain statt und seit 1949 genossen die Evangelischen Gastrecht in der katholischen Pfarrkirche oder in der Marienkapelle. Seit 1961 lud Pfarrer Klaus Ackermann jeden Sonntag zur Feier des Gottesdienstes in die katholische Kirche ein. Bald kam auch ein Kindergottesdienst dazu. Der Bau einer kleinen, eigenen Kirche schuf dann neue Möglichkeiten. Die Bemühungen der Mammolshainer Gemeindeglieder zusammen mit ihren Pfarrerinnen und Pfarrer haben seitdem dazu beigetragen, ein eigenes Bewusstsein des Gemeindeseins zu entwickeln. Von 1973 bis 2000 wurde für Mammolshain sogar eine eigene halbe Pfarrstelle ausgeschrieben – eine besonders aktive Phase des Gemeindelebens.

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