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Es ist wieder Leben ins Pfarrhaus eingezogen

Anne Möller ist neue Pfarrerin der Matthäusgemeinde in Okriftel

Nora HechlerAnne Möller ist die neue Pfarrerin der Evangelischen Matthäusgemeinde in Okriftel. Sie wird im Rahmen eines Gottesdienstes am 20. September durch Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp offiziell in den Dienst für die Gemeinde eingeführt.Pfarrerin Anne Möller

Anne Möller ist die neue Pfarrerin der Evangelischen Matthäusgemeinde in Okriftel. Sie wird im Rahmen eines Gottesdienstes am 20. September durch Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp offiziell in den Dienst für die Gemeinde eingeführt.

Die 42-Jährige war zuvor sieben Jahre Pfarrerin der vier Kirchengemeinden Wetterfeld, Ober-Bessingen, Röthges, und Münster, kurz WORM, im Dekanat Grünberg. Aufgewachsen ist sie im Vogelsbergkreis, zum Theologie-Studium zog es sie nach Mainz und Marburg. Ihr Vikariat absolvierte sie in Gladenbach und Lauterbach, das Spezialvikariat in der Dekanatsjugend des Dekanats Vogelsberg. Ihr beruflicher Weg führte jedoch nicht direkt zum Pfarrberuf – nach dem Abitur wurde sie erst zur Diplom-Finanzwirtin ausgebildet, arbeitete zunächst beim Finanzamt und studierte nebenher. „Ich wollte vorher schon Theologie studieren, aber meine Eltern haben gesagt, dass ich erst einmal einen anständigen Beruf lernen soll“, erzählt Anne Möller. Die Entscheidung, Pfarrerin zu werden, ergab sich für sie aus einer besonderen Erfahrung heraus. „Mit 17 Jahren hatte ich Krebs und habe deshalb viel über Gott und den Glauben nachgedacht. Als ich von der Krankheit geheilt war, dachte ich damals: »Vielleicht gibt es noch etwas, das Gott mit mir vorhat«. Das war vielleicht mein Berufungserlebnis“.

Für die Pfarrstelle in Okriftel beworben hat sie sich, weil ihr die Kirchengemeinde gut gefallen hat. „Der Kirchenvorstand scheint sehr selbstständig und aufgeschlossen zu sein. Ich bin jemand, der gerne im Team arbeitet und denke, das geht mit diesem Kirchenvorstand sehr gut“, so Anne Möller. Familiäre Gründe spielten ebenso eine Rolle, da ihr Ehemann eine Stelle in Wiesbaden bekam. Mit ihm, ihrem 14-jährigen Sohn, ihrer 11-jährigen Tochter und dem Familienhund ist sie im August in das Pfarrhaus eingezogen. Neben dem Vorstellungsgespräch mit dem Kirchenvorstand und ihrem Vorstellungsgottesdienst gab es schon weitere persönliche Begegnungen. „Meine ersten Antrittsbesuche bei den Mitgliedern des Kirchenvorstands waren sehr positiv. Mir wurde gleich zu Beginn gesagt, dass ich hier auf einen sehr selbstbewussten Kirchenvorstand treffe. Und das ist auch gut so. Kirchengemeinden leben davon, dass viele mitmachen. Es kann ja keine »One-Woman-Show« sein. Da bin ich auch gar nicht der Typ dafür. Nach einem Jahr Vakanz sind alle natürlich froh, dass jetzt wieder eine Pfarrerin hier ist“, so Anne Möller.

Ihr Steckenpferd sei auf jeden Fall die Kinder- und Jugendarbeit, die Arbeit mit Senioren und die Seelsorge liegen ihr aber ebenso am Herzen: „Im Dekanat Grünberg war ich Dekanatsbeauftragte für den Kindergottesdienst und im Gemeindepädagogischen Ausschuss. Mit einer Gemeindepädagogin zusammen zu arbeiten, ist neu für mich. Darauf freue ich mich. Einen offenen, begleiteten Jugendtreff wie hier hatten wir in WORM auch nicht und ich hoffe, dass wir trotz Corona hier wieder etwas aufbauen können“. Generell sei sie sehr aufgeschlossen für Neues, wenn sich Mitarbeitende fänden, die sich dabei engagieren wollen. Erst einmal müsse sie aber schauen, was in der Gemeinde möglich sei und gebraucht werde. „Ich freue mich auf jeden Fall, mich hier auf nur eine Kirchengemeinde konzentrieren zu können. Gerade in Corona-Zeiten war es schwierig, alle vier Gemeinden zu bedienen“, erzählt Anne Möller. „Ich habe dort sehr viel Energie in die Förderung der Kooperation zwischen den Gemeinden gesteckt. Kooperationsgeschichten wie hier mit den Gemeinden Hattersheim, Eddersheim und Okriftel sind mir also nicht fremd und ich bin froh, dass es diese Zusammenarbeit schon gibt“, ergänzt sie. Natürlich sei sie nach einer so langen Zeit in WORM dennoch traurig über den Abschied, der sehr berührend gewesen sei.

Eine ihrer ersten Aufgaben in Okriftel war bereits der erste Konfirmandenunterricht, den sie gemeinsam mit Pfarrer Timo Winzler von der Kirchengemeinde Eddersheim in zwei Kleingruppen gehalten hat. Aktuell wird der Kirchenvorstand außerdem besprechen, wie die Gottesdienste an Erntedank und Weihnachten unter Corona-Schutzmaßnahmen gefeiert werden können. „Ich habe oft Open-Air-Gottesdienste gehalten und kann mir das auch hier gut vorstellen. Am Mainufer und im Rosarium werden ja schon Gottesdienste im Freien gefeiert“, erklärt Anne Möller. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit ihrer Familie. Zum Entspannen geht sie gerne mit ihrem Hund spazieren. Ihre Einführung am 20. September kann aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen nur im kleinen Rahmen mit geladenen Gästen stattfinden, aber es wird an den folgenden Sonntagen noch viele Gottesdienste und Gelegenheiten für ein Kennenlernen geben.

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