Einzelansicht - Dekanat Kronberg

Dekanat Kronberg

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Schauen Sie, welche Angebote des Dekanates Kronberg zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

AngeboteÜbersicht
Menümobile menu

Gut besuchter Festgottesdienst am 8. April

200 Jahre Evangelisches Dekanat Kronberg

Nora HechlerFestgottesdienst anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Dekanats Kronberg am 8. April 2018.Festgottesdienst anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Dekanats Kronberg

Am 8. April 1818 wurde das Evangelische Dekanat Kronberg im Herzogtum Nassau durch das landesherrliche Edikt Herzog Wilhelms als kirchliche Verwaltungseinheit eingeführt. Dieses Jubiläum feierte das Dekanat gestern mit einem Festgottesdienst in der geschichtsträchtigen Johanniskirche in Kronberg mit anschließendem Empfang im Gemeindehaus.

Bildergalerie

Das Bläserensemble Schönberg Brass beim Festgottesdienst anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Dekanats Kronberg am 8. April 2018. Der Chor der Johanniskirche beim Festgottesdienst anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Dekanats Kronberg am 8. April 2018. Festgottesdienst anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Dekanats Kronberg am 8. April 2018 mit anschließendem Empfang. Propst Oliver Albrecht beim Festgottesdienst anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Dekanats Kronberg am 8. April 2018. Präses Peter Ruf beim Festgottesdienst anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Dekanats Kronberg am 8. April 2018. Festgottesdienst anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Dekanats Kronberg am 8. April 2018. Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp und Pfarrer Hans-Joachim Hackel beim Festgottesdienst anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Dekanats Kronberg am 8. April 2018.

 

„Herzog Wilhelm I. ist es zu verdanken, dass er neun Jahre vor Gründung des Bistums Limburg für die evangelische Kirche in seinem Zuständigkeitsbereich Dekanate einführte und durch das Organisationsedikt Strukturen setzte“, erklärte Peter Ruf, Präses des Dekanats Kronberg, im Rahmen seiner Ansprache. „Wir sind das einzige Dekanat, das weitgehend noch so besteht. Der Dekan hatte damals unter anderem Sorge zu tragen für die Ausbildung der Pfarrer und zu wissen, welche Kleidung sie tragen, welches Gehalt sie verdienen und welche Siegel sie führen durften.“ Im heutigen Dekanat Kronberg als mittlere Ebene mit einem elfköpfigen Dekanatssynodalvorstand sei das anders, so Ruf weiter. Das Dekanat sei Partner der 30 Kirchengemeinden. Und beides seien gute Gründe, um dankbar zurück und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.

Oliver Albrecht, Propst für Rhein-Main, wies im Rahmen seiner Predigt darauf hin, dass die sogenannte mittlere Ebene bereits zum Zeitpunkt ihrer Gründung in der Gefahr stand, zwischen den Ebenen zerrieben zu werden. Von der einen Seite durch die verständlichen Wünsche und nachvollziehbaren Forderungen der Kirchengemeinden und von der anderen Seite durch die manchmal sogar einsichtigen Vorschriften der Kirchenverwaltung und -leitung. Und der Dekan befände sich immer mittendrin. „In dieser Unklarheit konnte sich die Dienststellung des Dekans nicht entfalten“, urteilten Historiker damals, so Albrecht weiter. Heute seien die Dienststellung von Dekan, Präses und DSV dagegen einigermaßen klar und es gebe lebendige, blühende Kirchengemeinden und sinnvolle Kooperationen im Dekanat. „Nach meinem Verständnis ist es da nicht Aufgabe von Leitung, zu bedrängen und zu reglementieren, sondern wie in der Schriftlesung gehört zu ermöglichen und zu bevollmächtigen“, führte er weiter aus, „denn Kirche ist nicht für sich selbst da, sondern um der Menschen und Gottes Willen. Kirche soll der Ort sein, in der wir in einer Welt der Zwänge und Ängste die Freiheit der Kinder Gottes spüren dürfen.“

Die Liturgie des Festgottesdienstes übernahmen Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp und Hans-Joachim Hackel, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Kronberg. Für die musikalische Gestaltung sorgten der Chor der Johanniskirche mit Werken von Liszt, Kodály, Bach und Rutter unter der Leitung von Dekanatskantor Bernhard Zosel, das Bläserensemble Schönberg Brass unter der Leitung von Carsten Giegler sowie Organist Lars-Simon Sokola. Beim anschließenden Empfang im evangelischen Gemeindehaus begrüßte Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp die offiziellen Vertreter der Kirchen und der Kommunen sowie alle weiteren Gäste, bedankte sich für ihr Kommen und wies noch einmal auf die spannende Historie der Gründung des Dekanats im größeren geschichtlichen Zusammenhang der damaligen Zeit hin.

Diese Seite:Download PDFDrucken

to top