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Fünf neue Ehrenamtliche aus dem Dekanat Kronberg

Neue Notfallseelsorger in ihren Dienst eingeführt

Nora HechlerGruppenbild der neuen Notfallseelsorgerv.l.n.r.: Marianne Hampel, Thomas Velten, stellv. Stadtbrandinspektor Bad Soden, Alexander Nitschke, Bettina Henrich, Thomas Giese vom Malteser Hilfsdienst, Pfarrer Michael Scherer-Faller, Pfarrerin Karin Faller, Peter Liebeck, Polizeidirektor des Main-Taunus-Kreises, Sybille Velten, Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp, Barbara Raaymann.

Am Pfingstmontag wurden im Rahmen eines Gottesdienstes in Fischbach fünf neue Notfallseelsorger von Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp für ihren Dienst im Main-Taunus-Kreis eingeführt.

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Einführung der neuen Notfallseelsorger durch Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp im Rahmen eines Gottesdienstes an Pfingstmontag Die "alten" Notfallseelsorger bilden bei der Einführung einen Kreis um die Neuen und legen Ihnen die Hände auf die Schultern, während der Dekan Ihnen den Segen erteilt Gruppenbild der neuen Notfallseelsorger

 

Michael Scherer-Faller, Pfarrer für Notfallseelsorge für die Dekanate Kronberg und Groß Gerau-Rüsselsheim, bildet jedes Jahr neue Notfallseelsorger aus. Mit den neuen Ehrenamtlichen Marianne Hampel und Alexander Nitschke aus Hattersheim, Bettina Henrich und Barbara Raaymann aus Fischbach und Sybille Velten aus Altenhain gibt es derzeit 32 aktive Notfallseelsorger, die im Main-Taunus-Kreis Dienste übernehmen.

Nach 80 absolvierten Unterrichtseinheiten erhielten sie ihre Bescheinigung und dürfen zunächst mit erfahreneren Kollegen im Rahmen einer Hospitation zu Einsätzen mitfahren, bevor sie allein Dienste übernehmen. Die Ausbildung für dieses wichtige aber auch schwierige Ehrenamt ist sehr intensiv und professionell – inzwischen hat Pfarrer Scherer-Faller bereits den zweiten Kurs gemeinsam mit der ausgebildeten systemischen Beraterin und Therapeutin Pfarrerin Karin Faller durchgeführt, um die Teilnehmer umfassend auf ihr Amt vorzubereiten. Denn gerade für die Begleitung der Menschen in Krisensituationen brauchen die Notfallseelsorger eine gute mentale Vor- und Nachbereitung, um den jeweiligen Situationen gewachsen zu sein.

An 365 Tagen im Jahr stehen die Notfallseelsorger im Bereitschaftsdienst zur Verfügung, um bei Notfalleinsätzen den Angehörigen von Unfallopfern beizustehen oder die Polizei beim Überbringen von Todesnachrichten zu unterstützen. Allein im Jahr 2016 wurden sie zu 70 Einsätzen gerufen und haben dabei rund 200 Personen betreut. Peter Liebeck, Polizeidirektor des Main-Taunus-Kreises, betonte in seinem Grußwort im Rahmen des Gottesdienstes, wie wichtig die Arbeit der Notfallseelsorger gerade auch für die Polizei ist. „Wenn wir die Einsatzstelle verlassen, fängt ihre Arbeit erst an. Es ist gut, wenn wir in so einer Situation die Notfallseelsorger haben, die die Angehörigen auffangen und bei ihrer Trauer begleiten. Ich sehe uns Polizeibeamte, die Rettungskräfte und die Notfallseelsorger als eine Einheit, die bei den Einsätzen zusammen arbeitet.“ 

Zu ihrer Motivation, dieses Ehrenamt anzufangen, erklärt Sozialpädagogin Sybille Velten: „Für Seelsorge habe ich mich schon immer interessiert. Ich habe einen Seelsorge-Kurs gemacht sowie eine therapeutische Zusatzausbildung absolviert. Beruflich war ich jedoch immer in anderen Bereichen tätig – früher in der Jugendarbeit und jetzt in einer Frühförderungsstelle für Sehbehinderte und blinde Kinder. Daher freut es mich, dass ich jetzt ehrenamtlich in der Seelsorge meinen Platz gefunden habe.“ Respekt habe sie vor der neuen Aufgabe: „Natürlich fragen wir uns alle: Packen wir das? Wir lassen uns darauf ein und die Realität wird zeigen, ob wir damit klar kommen. Der Kurs war sehr intensiv und hat uns denke ich sehr gut auf unsere Aufgabe vorbereitet.“

Diplom-Kauffrau Barbara Raaymann ergänzt: „Beim ersten Einsatz werde ich sicher ein mulmiges Gefühl haben, man weiß ja noch nicht, ob man der Situation gewachsen ist. Ich denke, eine stabile persönliche Situation hilft dabei auf jeden Fall. Und wir wurden im Kurs sehr professionell ausgebildet.“ Auf die Frage, wie sie zu diesem Ehrenamt kam, erzählt sie: „Ich habe lange nach einem für mich passenden Ehrenamt gesucht, aber nichts hat mich so richtig angesprochen. Bis ich in der Zeitung einen Artikel über die Notfallseelsorge gelesen habe. Nach einem ersten Gespräch mit Michael Scherer-Faller war mir klar, dass ich das machen möchte.“

Auch die Notfallseelsorger werden mit ihrer Aufgabe nicht alleingelassen. In monatlichen Supervisions- und Fortbildungsabenden sowie im persönlichen Gespräch mit Pfarrer Scherer-Faller können sie ihre Erfahrungen reflektieren und schwierige Situationen aufarbeiten. Es werden immer noch ehrenamtliche Notfallseelsorger gesucht, Interessierte erhalten nähere Informationen bei Pfarrer Michael Scherer-Faller unter Tel.: 06196 560111 oder E-Mail: notfallseelsorge@dekanat-kronberg.de.

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